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SwissCell revolutioniert die Fertigungstechnik

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Ratingen, 14.10.2008 (profact) – Neuer Verbundwerkstoff geht in die Serienproduktion. Flexibel in der Größe, umweltfreundlich in Produktion und Verwendung, leicht und stabil, deutlich kostengünstiger als vergleichbare Produkte.

Nach langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit präsentiert die Schweizer THE WALL AG mit dem Verbundwerkstoff SwissCell Konstruktionselemente, die nach den Worten ihres Erfinders Gerd Niemöller die Fertigungstechnik revolutionieren werden. Die Serienproduktion wird noch in diesem Jahr in Kiel anlaufen.

Bei SwissCell handelt es sich um Hybridpaneele in seit Jahrzehnten bewährter Waben-Technologie. Dabei besteht der Kern der Platten aus sechseckigen Strukturen, ähnlich einer Honigwabe. Dies ergibt äußerst stabile und dabei sehr leichte Halbfertigprodukte, beispielsweise für Tore und Trennwände, aber auch im Fahrzeug- und Flugzeugbau. Nachteile herkömmlicher Waben-Technologie: Die Zellkerne müssen aus einem Material bestehen, dass bei möglichst geringem spezifischen Gewicht hohen mechanischen Belastungen standhält, Aluminium beispielweise. Das macht die Fertigung aufwändig, teuer und energieintensiv.

Das gesamte Paneel – Waben und initiale Deckschichten – besteht bei SwissCell dagegen aus kunstharzgetränkter Cellulose (Papier), die sich in einem speziellen Verfahren unter großem Druck und hohen Temperaturen zu hauchdünnen, extrem stabilen und sehr leichten Strukturen verwandelt. Zell- und Deckschichten sind homogen miteinander verbunden, SwissCell-Paneele sind damit witterungsbeständig und lassen sich sogar zu Wasserbecken verbauen. Aufgrund der geringen Rohstoffpreise und der vollautomatischen Produktion ohne manuelle Montageschritte sind die Platten ausgesprochen kostengünstig herzustellen. Sie liegen beim Quadratmeterpreis erheblich unter vergleichbaren Waben-Paneelen und zielen daher auf einen Massenmarkt.

Ein weiterer großer Vorteil von SwissCell: Die einzelnen Waben lassen sich evakuieren, so dass im Innern des Paneels ein Feinvakuum herrscht. Dieses Vakuum bleibt auch bei der Montage fast vollständig erhalten, da nur die Waben an den Schnittkanten belüftet werden. Die Dämmleistung evakuierter SwissCell-Paneele entspricht etwa dem Zehnfachen herkömmlicher Hartschaumplatten bei nur einem Drittel der Kosten. So isoliert eine nur fünf Zentimeter dicke SwissCell-Platte genauso gut wie eine 50 Zentimeter dicke Platte aus Hartschaum. SwissCell leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Energieeinsparung und daher zum Umweltschutz.