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08.09.2010 Empfehlen über: Twitter   Facebook   StudiVZ   MySpace

[Ressort: Ratgeber]
Lebensgefahr für Hunde im geparkten Auto

Immer wieder lassen Hundebesitzer ihren Vierbeiner bei hochsommerlichen Temperaturen im geparkten Wagen zurück. Kann der Halter nicht schnell ausfindig gemacht werden, sollte man die Polizei informieren.

Hattersheim (Profact) - Herrschen sommerliche Temperaturen, darf ein Hund auf keinen Fall längere Zeit im geparkten Auto sitzen. Erst recht nicht, wenn der Wagen in der prallen Sonne steht. Denn schon nach wenigen Minuten kann die Temperatur im Innenraum auf über 50 Grad steigen - für den Hund besteht dann Lebensgefahr. Darauf weist die Tierschutzorganisation TASSO e.V. hin.

"Nur schnell ein paar Besorgungen machen" denken viele Hundebesitzer und nehmen ihren Vierbeiner im Auto mit auf die Einkaufstour. Auf dem Parkplatz wird dann die Seitenscheibe ein paar Zentimeter heruntergekurbelt und der Hund seinem Schicksal überlassen. Was viele nicht bedenken: Auch wenn der Wagen anfangs im Schatten steht, schon nach wenigen Minuten kann sich die Situation radikal ändern. Die Sonne wandert, trifft sie das Auto, wird es im Innenraum schnell unerträglich heiß. "Hunde schwitzen nur ein wenig an den Pfoten" erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. "Ihren Wärmehaushalt regeln sie überwiegend durch das Hecheln." Doch bei Temperaturen von über 50 Grad würde das auch nicht mehr helfen. "Die Tiere verlieren sehr schnell viel Flüssigkeit, das führt zum Kollaps und schließlich zum Tod." McCreight empfiehlt denjenigen, die einen apathisch wirkenden, stark hechelnden Hund in einem geparkten Auto entdecken, sofort den Besitzer ausfindig zu machen. Beispielsweise durch einen Ausruf in den angrenzenden Geschäften. Führe dies nicht zum Erfolg, solle man die Polizei rufen. "Die wird dann wahrscheinlich eine Scheibe des Wagens einschlagen und den Hund befreien", so McCreight. Die Kosten für den Einsatz müsse nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ 12 A 10619/05) der Hundebesitzer tragen. "Außerdem kann er mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen", gibt der TASSO-Chef zu bedenken.

Ist der Hund endlich befreit, sollte man sehr behutsam mit ihm umgehen und ihn keinesfalls beispielsweise mit kaltem Wasser überschütten. Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher empfiehlt feuchte Umschläge an Beinen und Pfoten. Durch die Verdunstung des Wassers werde die Körpertemperatur des Hundes schnell gesenkt. Eiskaltes Wasser sei auch fürs Trinken tabu. "Wenn der Hund überhaupt noch in der Lage ist, Wasser aufzunehmen, sollte dies temperiert sein. Trinkt er gar nicht mehr, muss er sofort zum Tierarzt, der den Flüssigkeitsverlust über Infusionen ausgleicht", rät Wilcken.

Über TASSO e.V.:

TASSO e.V. hat es sich vor mittlerweile 25 Jahren zur Aufgabe gemacht, durch Registrieren und Rückvermitteln Tieren und ihren Besitzern gleichermaßen zu helfen. Durch die Kombination modernster Computer- und Telekommunikationstechnik, der größten Datenbank für Haustiere in Europa (über 3,4 Millionen Tiere) und einem engmaschigen, weltweiten Informationsnetz werden jährlich mehr als 40.000 Tiere an ihre Besitzer zurückvermittelt. Trotz der umfassenden Service-Leistungen arbeitet TASSO ohne jegliche Kosten für die Tierbesitzer. Das verdankt TASSO allein den Spenden großzügiger Tierfreunde, aus denen sich der Verein finanziert.

Zu den Leistungen gehören:

- 24/7-Notruf (an jedem Tag im Jahr, rund um die Uhr)
- Erstellung farbiger Such-Plakate für verlorene Haustiere
- Bildsuchmeldungen im Internet für vermisste Tiere
- E-Mail-Suchservice, um Verlustmeldungen weit zu streuen
- SMS-Suchservice
- Automatische Information von Tierärzten und Tierschutzvereinen über verlorene Tiere
- Weltweite Transponder-Abfrage per Internet
- Anbindung an PETMAXX.com, die internationale Meta-Suchmaschine für Transponder

TASSO arbeitet mit allen Tierschutzvereinen in Deutschland und mit 97 Prozent der deutschen Tierärzte zusammen. Sämtliche Leistungen werden von TASSO kostenlos erbracht.



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